
Jugendliche und Heranwachsende sind oft stark an ihren Herkunftskontext gebunden. Immer wieder führen die Ablehnung anderer Lebensweisen oder Herkünfte und das Gefühl, selbst anderswo fremd zu sein, zum Abbruch von Ausbildungen oder zur Ablehnung einer Arbeitsstelle. Mehr und mehr Unternehmen setzen aber auf eine Vielfalt in ihrer Belegschaft. ArbeitnehmerInnen sind gefordert, ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einzubringen. Diese Diversity-Kompetenz gilt als Schlüsselkompetenz.
Das Projekt 'Diversity Erleben' richtete sich an Auszubildende und junge Erwerbslose aus Brandenburg und Berlin. In 2 X 3-tägigen Trainings beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit folgenden Themen:
Ziele des Projektes waren sowohl die inhaltliche Beschäftigung mit Diversity, als auch die Begegnung mit einer anders zusammengesetzten Gruppe zu fördern. Akzeptanz und Wertschätzung von Verschiedenheit wurden in den Seminaren gemeinsam be- und erarbeitet. Dabei wurden Basiskompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit und konstruktive Konfliktbearbeitung vermittelt. Außerdem lernten die Teilnehmenden wie wichtig es ist, zivilgesellschaftliche Strukturen zu stärken und zu stützen.
Nach Wilhelm Heitmeyer herrschen die meisten Vorurteile dort, wo
keine Begegnungen stattfinden (vgl. 'Deutsche Zustände', Bielefeld
2006). Ein Schwerpunkt war deshalb die Begegnung zwischen Gruppen mit
möglichst differenter Zusammensetzung. Dabei sollte
Unterschiedlichkeit als interessant und nicht bedrohlich erlebbar
werden. Mittels Kooperationsübungen aus dem Interkulturellen
Lernen entdeckten die Teilnehmenden ihre unterschiedlichen
Qualitäten und Fähigkeiten. Sie lernten, sich zu
ergänzen, im Team zu arbeiten, und erlebten so die
Produktivität von Diversity.
Der Ansatz, dass Gleichaltrige am besten von Gleichaltrigen lernen
(Peer-to-Peer-Education), kam in den Gruppen-Begegnungen und in der
Unterstützungsarbeit von Auszubildenden gegenüber
SchülerInnen zum Tragen.
Auch den vor Ort tätigen MultiplikatorInnen wurde das Konzept und die Methodik von Diversity vermittelt. Die MultiplikatorInnen wurden damit befähigt, die Werte Vielfalt und Toleranz über das Projekt hinaus in Ihrer Arbeit stärker zu verankern.
Das Projekt "Diversity Erleben" wurde vom 15.09.2007
bis zum 30.09.2008 erfolgreich durchgeführt. Es wurde
gefördert von
sowie im Rahmen des Bundesprogramms
„VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“
<Weiter danken wir für die Unterstützung unseres Projektes:
Integrationsbeauftragte Friedrichshain/Kreuzberg
Bundeszentrale für politische Bildung